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Der Baustoff Holz
Das Geheimnis des Holzes liegt in der Zeit, die sich die Natur nimmt, um die Kraft der Erde und der Sonne, die Reinheit der Luft und die Frische des Wassers in ihm zu vereinen. Holz diente den Menschen seit den Anfängen der Geschichte zum Überleben, sei es als Baustoff für die Konstruktion ihrer primitiven Hütten, sei es bei der Arbeit, bei der Jagd, bei der Fischerei usw. Dementsprechend groß war auch der Respekt vor dem Lebewesen Baum. Er ist der größte Vertreter des Pflanzenreiches. Wir lernen von den Indianern, Chinesen oder den Ureinwohnern anderer Länder, wie ehrfurchtsvoll sie mit der Natur und vor allem mit Bäumen umgingen und immer noch umgehen. Leider haben wir uns davon ein schlechtes Beispiel genommen. Pflanzen sind Kohlendioxydspeicher (CO²). Sie entnehmen den notwendigen Kohlenstoff zum Substanzaufbau aus dem globalen Kohlendioxyd-reservoir der Erde. Bei der Stoffauflösung geht es wieder dahin zurück.
Der Wachstumsprozess im Baum findet nur in einer sehr dünnen Holzschicht, dem Kambium, statt. Aus der Kambiumschicht unter der Rinde baut sich der Baum zum Kern hin mit Holzzellen und nach außen hin mit Rindenzellen auf. Der Baum reinigt die Luft, indem er CO² aus der Atmosphäre bindet und mit Hilfe der Sonnenstrahlen (Photosynthese) in Sauerstoff umwandelt. Er leistet daher einen großen Beitrag zur Verhinderung des Treibhauseffektes.
Weltweit gibt es etwa 40.000 Holzarten, davon sind ca. 600 im Handel eingeführt.
Unser modernes Zeitalter hat mit seinen vielen verschiedenen Materialien und Möglichkeiten den Baustoff Holz für einige Zeit in den Hintergrund gedrängt. Beton- und Stahlbauten jeglicher Größenordnung sind Beweis für diese Schwerpunktverlagerung.
Holz besitzt durch seinen porigen Aufbau unzählige luftgefüllte Zellen mit ausgezeichneten bauphysikalische Eigenschaften:
in trockenem Zustand hat es ein geringes Raumgewicht und eine niedrige
Wärmeleitzahl (Nadelholz = 0,14 W/mK, daraus resultieren eine gute Wärmedämmfähigkeit und angenehme Holzoberflächentemperaturen
im Verhältnis zu seinem geringen Gewicht besitzt es eine gute
Wärmespeicherfähigkeit (c = 2,4 kJ/kg K), also doppelt so gut wie mineralische Baustoffe (c = 1,0 kJ/kg K), diese Eigenschaften weisen nur pflanzliche Materialien auf
1 cm³ Holz hat eine innere Oberfläche der Zellstruktur von 7000 m², aufgrund dieser riesigen Dimension vermag Holz große Mengen an Feuchtigkeit und vielerlei Luftschadstoffe zu absorbieren
Holz ist für kosmische Strahlen durchlässig und lädt sich ohne Oberflächenbehandlung elektrostatisch nicht auf
Holz spart bei der Gewinnung, Verarbeitung und dem Einbau gegenüber anderen
Baustoffen sehr viel Energie (bis zu 50%)
Holz hat sehr gute statische Eigenschaften: seine Druckfestigkeit in
Faserrichtung ist so hoch wie bei Stahlbeton (600 kp/cm²), seine Zugfestigkeit in Faserrichtung wird nur von Stahl übertroffen, Holz ist jedoch nicht spröde, sondern elastisch, sodass ein Holzbauteil auch nach hoher Belastung wieder seine ursprüngliche Form annimmt
Holz ist normal entflammbar (Brandklasse B2), wegen seiner geringen
Wärmeleitfähigkeit und der Bildung einer oberflächlichen Holzkohlenschicht, die isolierend wirkt, geht der Verbrennungsprozess aber langsam vor sich. Dies hat zur Folge, dass Holzkonstruktionen Einwirkungen von Feuer länger widerstehen, als Metallkonstruktionen, die bei Erreichen des Schmelzpunktes schlagartig und ohne Vorwarnung zusammenbrechen
der Dampfdiffusionswiderstand von Holz beträgt µ 40
Holz hat anders als mineralische Baustoffe die Fähigkeit, diesen µ-Wert dynamisch den Feuchtebedingungen anzupassen (m variabel von 15 -40) sodass eine Entfeuchtung schneller stattfinden kann
Holz ist im chemischen Gleichgewicht mit seiner Umgebung und wird in
einem sehr breiten pH-Bereich von pH 2 - 4 (sauer) bis pH 11 (basisch) nicht chemisch abgebaut, das bedeutet, dass Holz sich auch dort noch bewährt, wo Stahl und Beton bereits angegriffen werden
die Haltbarkeit des Holzes wird durch den Zeitpunkt des Fällens, die anschließende
Trocknung, den Einschnitt und die materialgerechte Konstruktion beeinflusst
Holz zählt zu den wenigen Baustoffen, die sich innerhalb eines Menschenalters
regenerieren, durch sein Wachstum wird das Klima verbessert: Sauerstoff-Zunahme, Abnahme von Kohlendioxyd, Erhöhung der Luftfeuchte und Filterung der Luft
Holz ist in der Verarbeitung weitgehend unbedenklich und energiesparsam, frei von schädlichen Emissionen, wieder verwendbar und nachdem es ausgedient hat, problemlos in den Naturkreislauf rückführbar
Holz enthält Abwehrkräfte, die der Baum zum Überleben notwendig hatte und
mit diesen kann eingebautes Holz z.B. Salmonellen abtöten, die sich auf Plastik- oder Stahloberflächen uneingeschränkt vermehren
Holz ist ein vielseitiges Material und kann – mit wenigen Ausnahmen –
am Bau alle anderen Materialien ersetzen
tropische Hölzer sollten wegen Raubbau in den tropischen Regenwäldern
nicht verwendet werden, Holz aus Ostblockländern kann radioaktiv verseucht sein
fast der gesamte Baum besteht aus Stoffen, die er über die Blätter aus Licht, Luft
und Sonne gewonnen hat. Diese aus Photosynthese gewonnene Energie wirkt auf uns
heilsam und kräftigend Holz enthält noch viele Abwehrstoffe, mit denen sich der lebende Baum gegen
gesundheitsschädigende Angriffe verteidigt hat. Dadurch vermag es z. B. Salmonellen- oder Escherichia-Erreger, die sich auf Plastik- und Stahloberflächen in Windeseile vermehren, innerhalb kurzer Zeit zu eliminieren
verbrennt man Holz, so besteht seine Asche nur zu weniger als einem Zehntel aus Elementen, die der Baum aus der Erde entnommen hat
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La tua casa - La tua anima![]() Prof. Claudio Vi... Leggi tutto |




